Menu Content/Inhalt
Home arrow Geleitwort
Geleitwort

Der „pursuit of happiness“ der amerikanischen Verfassung, das „Recht auf das Glück“ ist heute vielerorts zu einem vermeintlichen Anspruch auf Glück geworden, der jedem Menschen zukommt. Eine mittlerweile unüberschaubare Fülle an Literatur und Veranstaltungen macht sich daher erbötig, dieses Glück als scheinbares Lebensziel zu etablieren und für jeden erreichbar zu machen. Was aber ist das überhaupt, Glück? So klar und eindeutig lässt sich dieser Begriff offenbar doch nicht bestimmen, denn aus unterschiedlichen Blickwinkeln – etwa der Psychologie, Neurobiologie, Philosophie und Theologie – betrachtet, resultieren jeweils unterschiedliche Definitionen, die sich zum Teil überschneiden, zum Teil aber auch deutlich divergieren und in dieser Fachtagung thematisiert und einander gegenüber gestellt werden sollen.

Wie ist das nun also mit dem Glück? Ist das für jeden dasselbe? Ist es denn erreichbar – und wenn ja, wie? Und ist es überhaupt ein anstrebenswertes Ziel? Welche Rolle spielt die Zeit? Ein bekanntes Sprichwort sagt: „Lieber der Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach“. Ist also das kurzfristige Glücksgefühl allemal besser als die langfristige Glückseligkeit, die vielleicht auf sich warten lässt und für die womöglich auch ein Preis zu zahlen ist? Kann Psychologie glücklich machen? Wird, wer glaubt selig? Spannende Fragen, die jeden bewegen. Die meisten von uns auf unterschiedliche Weise ihr ganzes Leben lang.